Identifikation für erfolgreiche Ideenumsetzung

Identifikation ist ein Schlüssel für mehr Erfolg in Organisationen und Teams. Wir lüften das Geheimnis, wie ihr mehr Verantwortung erreicht, ohne diese zu erzwingen. Identifikation ist ein natürlicher selbstbestimmter Prozess, der Menschen und Organisationen glücklicher macht.

Warum brauchen wir Identifikation?

Wie ihr wisst sind wir der Überzeugung, dass es für alles was wir tun einen Grund geben muss. Einen Sinn. Ein Warum. Auch in Bezug auf Identifikation ist dies der Fall. Egal welche Art der Identifikation gemeint ist oder welche Identifikationsmerkmale Verwendung finden, stell dir immer erst die Frage, warum brauchst du es? Warum braucht ihr es als Team? Was willst du damit bewirken und erschaffen? Ein klares und konkretes Warum schafft Begeisterung und motiviert alle Beteiligten dazu ihre Energie zu bis zu 100% in die Umsetzung der Idee zu investieren.

Wie schaffen wir Identifikation?

Identifikation wird durch verschiedene Wege erschaffen. Wichtig dabei ist vor allem die Entwicklung und der Einsatz von Identifikationsmerkmalen.

Zuerst ein paar Worte zum Entwicklungsprozess der individuellen Identifikationsmerkmale. Menschen sind in den Prozess der Entwicklung einzubinden. Die Menschen teilhaben lassen schafft Identifikation, nicht nur die Merkmale selbst. Egal welche Merkmale zur Identifkationsstärkung genutzt werden, ein Raum in dem die Entwicklung dieser für das jeweilige Umsetzungsteam, die jeweilige Abteilung oder die gesamte Organisation stattfindet, erzeugt Verbindung. Häufig werden verschiedene Merkmale Top-Down von der Führungsebenen delegiert. Die Erwartungen dahinter, dass Identifikation dadurch stattfindet, ist illusorisch. Nahezu niemand identifiziert sich mit Aspekten, die einfach vorgegeben werden. Die Story, die Beteiligung und die Erlebnisse dahinter sind von grundlegender Bedeutung, weshalb eine Bottom-Up Entwicklung absolut vorzuziehen ist.

Du wirst jetzt vielleicht denken, dass dies große Aufwände erzeugt, vor allem wenn die gesamte Organisation dafür einbezogen werden muss. Große Aufwände sind aus unserer Sicht hierbei relativ zu sehen. Aus eigener Erfahrung ist es definitiv wertvoll einen 2-Tages-Workshop für Abteilungen, langfristige Teams oder Umsetzungsteams in großen Programmen oder Projekten einzuplanen. Diese haben einen extrem hohen Return, wenn es um die Performance und die Effektivität der Zusammenarbeit im weiteren Verlauf geht. Zudem ist hervorzuheben, dass die Menschen sich zugehörig fühlen, eher motiviert und freudig mit Spaß zusammenkommen und großartiges vollbringen. Auch in kleineren Initiativen sind diese Aspekte nicht zu vernachlässigen, weil jeder Einzelne davon nachhaltig profitiert.

“Es ist fatal auf Identifikationaspekte zu verzichten. In der immer komplexer werdenden VUCA-Welt sehnen sich Menschen nach Zugehörigkeit und sicheren Räumen. Diese werden dadurch erschaffen oder bestärkt.”

Sascha Oehlbrecht

Welche Identifikationsmerkmale sind für dich leicht nutzbar?

Natürlich lassen sich viele verschiedene Merkmale verwenden. Folgend ein paar Anregungen aus unserer persönlichen Erfahrung.

Das wohl populärste ist ein ansprechender Name bzw. eine ansprechende Bezeichnung für das Projekt, die Idee, das Team oder die Abteilung. Dies ist meist die einfachste Art, um Zugehörigkeit und Identifikation zu schaffen. Oft sind Namen bereits durch Organisationsstrukturen/-handbücher vorgegeben oder Umsetzungsprojekte bekommen sehr bürokratisch und “hochtrabende” Bezeichnungen, um beim Sponsor das Budget zu bekommen. Wichtig dabei: Nutzt euren Einflussbereich aus. Ist der Name vorgegeben, so einigt euch auf einen internen Arbeitstitel und entwickelt diesen gemeinsam. Schafft ihr damit wirkliche Identifikation und brennt für das, was ihr tut, so kann es durchaus passieren, dass die Menschen in eurer Umgebung davon angesteckt werden. Dabei entwickelt sich ein Arbeitstitel über die Zeit oft zum tatsächlichen Namen. Seid ihr frei, so gestaltet auch das übergreifende Identifikationskonzept innerhalb eurer Organisation.

“Identifikation entsteht nicht durch die einzelnen Identifikationsmerkmale, sondern durch den Entwicklungsprozess der individuellen Merkmale.”

Sebastian Reinig

Zusätzlich zum Namen oder der Bezeichnung eignen sich Symboliken zur weiteren Identifikation. Eine Idee erfolgreich umzusetzen oder großartig zusammen arbeiten bedarf ein starkes Wir-Gefühl. Aus der Arbeit mit vielen Teams/Projektteams können wir durchweg von positiven Erfahrungen berichten. Sei es ein haptisches Objekt, ein Logo oder gar ein Maskottchen. Diese Art der Identifikationsmerkmale bringen das Zugehörigkeitsgefühl und den Stolz in jedem Einzelnen in ungeahnte Höhen. Nehmen wir hier z.B. Sportvereine als Paradebeispiel, so wird jedem sofort klar, was Identifikation wirklich bedeutet. 🙂

In diesem Zusammenhang kommen weitere Aspekte der Identifikation hervor. Leitsprüche und Spitznamen. Slogans, Leitsprüche oder gemeinsame Ausrufe, wie sie zum Beispiel beim American Football exzessiv vor jeden neuen Formation, genutzt werden, stärken weiter den Zusammenhalt. Des Weiteren eignet sich bei einem gefestigten und vertrauensvollen Team ein auf Basis der jeweilige Stärke herausgestellter Spitzname. Dieser erzeugt sowohl das Gefühl einer freundschaftlichen Beziehung als auch den Eindruck eines “Inner-Circles” von Menschen, die sich sehr nahe stehen.

Ein wesentlicher Part von Identifikation ist das ständige “ins Bewusstsein rufen” der Identifkationsmerkmale und somit der dahinterstehenden Initiative. Dies erreichst du am einfachsten durch ständige Präsens der Merkmale sowie durch das Vorleben dieser. Um täglich an das Warum zu erinnern, sind so genannte Powerfragen eine unschlagbare Waffe der Identifikation. Eine Powerfrage muss nicht zwingend als Frage forumuliert sein, fungiert im Kern aber als persönlichen Trigger. Insbesondere in schwierigen Zeit hilft die Powerfrage motivationsfördernd und begeisternd.

Zu Beginn des #ideenbringer haben wir uns genau dies auch ins Bewusstsein gerufen. Uns war klar, dass trotz absoluter Herzensentscheidung Tage kommen würden, an denen die Motivation einen kleinen Schub vertragen kann. Aus diesem Grund ging unsere persönliche Powerfrage unter die Haut. Wie im aller ersten Blogpost zum Thema “Verantwortung übernehmen” bereits gezeigt, ließen wir uns tä­to­wie­ren. Wir sind so sehr von unserem Warum überzeugt, sodass wir genau diese Form der Identifikation gewählt haben. Bisher absolut wirkungsvoll. 🙂

Letztlich ist es jedoch deine spezielle Aufgabe individuell zu schauen wie du in deiner aktuellen Situation Identifikation erschaffen kannst. Was passt zu dir? Was passt zu deinem Team? Sei dabei kreativ und stell dir immer wieder die Frage: Wenn ich alle Grenzen, die mich aktuell umgeben, sprengen möchte, welche Power brauche ich dafür. Weiterführend – welchen Kraft und Zugehörigkeit brauche ich in dem Team?

Unser Corporate Seminar, aber auch unsere Coachingeinheiten haben einige Aspekte der Identifkation inne, weil wir der Überzeugung sind, dass er mehr Aufmerksamkeit braucht, damit Menschen und Teams glücklich Vollgas geben können, um mit ihren Ideen die Organisation langfristig erfolgreichen machen zu können. Wenn ihr mit uns gemeinsam den Weg der ideenmaximierenden Organisation gehen wollt, sprecht uns einfach an.

“Create your own identity before you get pushed into something you can’t live with”

Sascha Oehlbrecht

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