Management oder Führung – unser #ideenbringer Verständnis

“Management bedeutet die Dinge richtig zu tun. Führung heißt, die richtigen Dinge zu tun “

Peter Drucker

Management vs. Führung. Manager oder Führungskraft? Wo ist der Unterschied? Und warum sehnen sich aktuell so viele Menschen nach “richtiger” oder “passender” Führung? Vor allem – Was hat das mit dem #ideenbringer zu tun?

Der Pionier der modernen Managementlehre fasst es wie gewohnt prägnant zusammen und bringt es auf den Punkt. Aus seiner Sicht geht es beim reinen Management um die Sachebene der Führungsaufgaben. Diese Ebene umfasst dabei Organisation, Prozessgestaltung und Einteilung der Aufgaben auf die Belegtschaft. Führung im eigentlichen Sinne spielt sich nach Drucker auf der zwischenmenschlichen und emotionalen Eben ab. Dabei geht es um Orientierung, Sinn, Motivation und die Herstellung von Integration.

Das Verständnis für die Herkunft der Wörter Management und Führung ist essenziell, um das Thema genauer zu beleuchten. Der Ursprung von Management ist nicht vollständig erklärt, stammt aber mit großer Wahrscheinlichkeit von dem italienischen maneggiare ab. Dies bedeutet “ein Pferd in der Manege führen”. Als Stammbedeutungen kommen lateinisch manus agere “an der Hand führen” oder lateinisch mansionem agere ‚das Haus (für den Eigentümer) bestellen, haushalten‘ in Frage.

Der Begriff der Führung beschreibt im Kern alle Maßnahmen in Bezug auf die Kooperation, Koordination und Kommunikation und geht auf das mittelhochdeutsche vüeren bzw. das althochdeutsche fuoren zurück. Dies bedeutete ursprünglich “jemanden fahren lassen”. D.h. im weiteren Sinne die Ausrichtung oder die Ziele festzulegen, um die Menschen dann selbstständig agieren zu lassen.

Wo liegt nun also der Unterschied und warum wird es so unterschiedlich gelebt?

Aus unserer Sicht ist die Antwort relativ einfach. Managementaufgaben sind die ordnungschaffenden Elemente einer Organisation oder eines Teams. Wie P. Drucker bereits sagte, dienen sie dazu Aufgaben effizient zu erledigen, vor allem wiederkehrende. Sie schaffen den administrativen Rahmen in dem die vorhandenen Ressourcen möglichst optimiert und zeitgerecht erledigt werden. Menschen sind hier Arbeitskräfte und teil der nutzbaren Ressourcen. Entstanden ist dies vor allem seit Beginn des industriellen Zeitalters, geprägt durch den Taylorismus. Boomende Wirtschaft, hohe Produktionsstückzahlen und der Mangel an Führungskräften führten dazu und waren der Zeit angemessen. Darüber hinaus waren die Werkzeuge des klassischen Managements relativ einfach zu lehren, sodass viele diese Art Positionen befüllen konnten.

Führung, so wie es auch in unserer heutigen wissensarbeitende Welt verstanden wird, ist jedoch nicht so leicht zu erlernen. Es bedarf insbesondere einer inneren Haltung, um Orientierung zu geben, die Menschen zu motivieren und Sinn in der Arbeit zu stiften. Führung von heute brauchte und braucht häufig noch einen Paradigmenwechsel. Um die VUCA-Welt, wie wir sie heute vorfinden gemeinsam erfolgreich mitzugestalten, brauch es aus unserer Sicht Führung, die sich auf den Menschen fokussieren und die Potenziale ins Visier nimmt. Human Potenzial orientiert, weg mit der Human Ressource.

Die Realität und unsere Erfahrung in diversen Konzernen zeigt, dass viele Führungskräfte sich weder der unterschiedlichen Bedeutung, noch der einzunehmende Rolle in Bezug auf ihr zu verantwortendes Team bewusst sind. Die aus dem Taylorismus entstandene Managementlehre ist oft noch fest verankert. Die leistungsorientierte Herangehensweise dieser Zeit beherrscht viele Unternehmen und blockiert diese gleichzeitig. Vision und Sinn sind gerade in Konzernen häufig Statements, aber nicht in die Haltung und das Handeln integriert. Das Marketing nach außen stimmt vielleicht, die notwendige Kongruenz dieser Aussagen nach innen ist Mangelware.

Wir als #ideenbringer sind in erster Linie der Meinung, dass Führung oder die Gesamtheit der Führungsaufgaben nicht nur auf die organisatorisch in die Position gehobenen Führungskräfte zu verteilen sind. Der angesprochene Paradigmenwechseln mit starkem Fokus auf die Menschen und deren Potenziale fordert eine Führung, die einer Selbstführung gleicht. Führung fängt bei jedem selbst an. Jeder hat Anteil an der Führung. Der früher noch eng gefasste Rahmen durch die Managementaufgaben ist breiter und größer zu fassen, als je zuvor. Frühere Priorität des Managements im Vergleich zur Führung tauscht. Management ist nicht unwichtig, aber in unserem Verständnis unwichtiger als wie wir sie nennen “wahre Führung”. Nur durch den richtigen, vom Management gesetzten Rahmen, kann sich diese wahre Führung entwickeln, sodass die Zusammenarbeit und Arbeitsteilung nach Stärken und Potenzialen effektiv erfolgen kann, die Menschen wachsen und sich entfalten und gestärkt die teils unerwarteten Aufgaben meisten kann, um die Ziele oder die Vision zu erreichen.

Nur so, durch die stringente, aber vor allem spaßige und spielerische Einbeziehung der Ideen jedes Einzelnen, welche die Potenziale der Menschen widerspiegeln, können Unternehmen langfristig erfolgreich sein. In Führung und gesamtwirtschaftlich. Darüber hinaus wird dadurch ein Raum geschaffen, indem Begeisterung und glückliche Menschen den Alltag beherrschen, Kreativität automatisch gefördert wird und VUCA als Chance, statt Risiko angesehen werden kann.

Für weitere Infos hört gern in unsere Podcastfolge #7 – Janette Vialon – Leadership: Die rolle moderner Führungskräfte \\ #ideenbringer. Veröffentlichung am 12.02.2020 auf unserem Kanal auf Youtube, Spotify, ApplePodcast, Deezer oder direkt auf unserer Homepage.

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