C.O.R.O.N.A. – Zusammen bestehen, Zusammen wachsen

Das Virus COVID-19 (Corona) beschäftigt aktuell jeden. Es bestimmt und beschränkt unser ganzes Leben. Beruflich und privat. Es sind die Zeiten der Unsicherheit. Zeiten der Ängste und Sorgen. Der Ungewissheit. Eine Naturkatastrophe, die in Zeitlupe über uns hinwegrollt, scheinbar unaufhaltsam. Trotzdem sind es auch Chancen, die sich unter den ganzen negativ konnotierten Aspekten verbergen bzw. von ihnen aktuell überschattet werden.

Menschen helfen einander und bieten Unterstützung für solche, die es brauchen. Es kommt momentan auf jeden Einzelnen und seine Handlungen an. Jeder muss Verantwortung übernehmen, um diese Situation zu meistern. Nicht allein. Nicht egoistisch. Nicht in kleinen Gruppen. Nein – Zusammen. Es geht um Menschenleben, es geht ums Überleben. Dies sind alles gute Eigenschaften der Menschen. Die Situation lässt uns die Menschlichkeit wieder in den Fokus rücken. Das ist eine große Chance. Eines ist unumstritten klar: Nach dieser Krisenzeit wird es wieder gute Zeiten geben. Zeiten der Positivität. Zeiten des Wachstums. Genau dafür brauchen wir Menschlichkeit, um gemeinsam die “Gesellschaft nach Corona” positiv und menschlich prägen zu können.

In den letzten Tagen haben wir – wie sicher jeder von euch – viel über das Thema gesprochen. Natürlich beschäftigt es uns auch täglich. Wir bleiben zu Hause, meiden physischen Kontakt und folgen den Vorsichtsmaßnahmen. Allerdings versuchen wir aktiv den Fokus auf die aktuell noch untergrabene andere Seite der Medaille zu legen. Auf die Seite der Chancen und Möglichkeiten, die sich für uns alle dadurch ergeben. Zukünftig oder bereits aktuell. Aspekte, die die jetzige Zeit verbessern und die Zeit “nach Corona” großartig ausrichten.

Nach einigen Unterhaltungen wollen wir unsere Erkenntnisse einfach mit euch teilen und haben diese sogar in das Wort Corona einbetten können, damit wir und ihr es euch einfacher merken könnt. 🙂

C = Creativity

Krisenzeiten sind Zeiten neuer, großartiger Ideen. Um das Beste aus der gegebenen Situation zu machen, müssen wir kreativ werden. Jeder Einzelne schaut dabei über den Tellerrand. Ideen entstehen oder gelangen an die Oberfläche. Innovationen entstehen. Bestehendes wird oder muss einfach hinterfragt oder gar ignoriert werden. Stephen Corveys “7 Habits of Highly Effective People” liefer hierzu ein einprägsames Beispiel. Das erste der sieben “Habits” beschreibt “Be Proactive”. Es gibt einen Bereich, den können wir nicht beeinflussen. Umwelteinflüsse, die als gegebene Einflussfaktoren wirken. Den sogenannten Circle of Concern. Darin befinden wir uns mit unserem persönlichen Einflussbereich, welches sich in das übergreifende System einordnet. Dem Circle of Influence. Seine Theorie besagt, dass wir unseren eigenen Einflussbereich vergrößern können, wenn wir uns mit unseren Handlungen und Entscheidungen jederzeit auf das konzentrieren, was wir wirklich beeinflussen können. Ebenso wichtig ist es dabei, die Beschwerden und Meckereien über das, was wir nicht beeinflussen können, sein zu lassen. Durch diesen Fokus agieren wir proaktiv und erweitern stetig den eigenen Einflussbereich. Das gilt auch für ganze Teams. Handeln wir jedoch weiter reaktiv und fokussieren uns auf das, was wir nicht beeinflussen können, schrumpft unser Einflussbereich demzufolge immer weiter. Corvey bezieht sich mit diesem Beispiel zwar nicht speziell auf Krisenzeiten, wir sind allerdings der Meinung, dass es gerade jetzt wichtig ist Verantwortung zu übernehmen und mit eigenen Ideen seinem Umfeld direkt oder indirekt zu helfen sowie sich gegenseitig zu unterstützen.

O = Optimismus

Einer der für uns wesentlichen Aspekte der aktuellen Zeit ist Optimismus. Wir sprechen nicht von Optimismus in einer naiven Art und Weise. Wir beziehen uns dabei auf die positive Ausrichtung aus das, was uns begegnet. Wir sind uns dabei durchaus bewusst, dass ein Virus wenig Positives mit sich bringt und es absolut schlimm ist, was jedem Infizierten widerfährt. Dennoch hilft es jedem, auch deiner eigenen Energie, dem ganzen optimistisch und positiv zu begegnen. Wir sind der Überzeugung, dass positive Gedanken sich sehr positiv auf dein Umfeld und dein Wohlbefinden/Immunsystem auswirken.

R = Redesign

Krisen sind krasse Veränderungen in Leben und Arbeit und fordern Veränderung. Schnellere und vor allem radikalere Veränderungen als gewöhnlich. Diesen ist nur mit einem “Redesign” der bisherigen Routinen, Arbeitsabläufe und Gewohnheiten zu entgegnen. Neue Routinen in der Zusammenarbeit, im Austauschen, in der Planung und vor allem in der Kommunikation. Ansätze, die wir bereits in unserem letzten Post zum Home Office thematisiert haben. Weiterführend können es sehr einschneidende und weitreichende Antworten sein, dieser Krise zu begegnen.

Ein Beispiel aus unserer eigenen Situation. Bisher haben wir uns vorrangig darauf konzentriert die Coachings, Trainings und Workshops physisch zusammen mit unseren Kunden durchzuführen. Einzel- und Teamcoachings bieten wir nun zwar schon etwas länger per Zoom-Call an, aber wir spüren, dass dies nicht ausreicht. Die Menschen, unsere Kunden, benötigen gerade in den aktuellen Zeiten die Unterstützung. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen ein weiteres Angebot zu fokussieren. Unser 6-Woche-Online-Coaching für Jeden zugänglich. Raus aus der (Corona-) Ideenkrise. Dieses wird am 06.04.2020 gelaunched, der erste Termin ist bereits komplett ausgebucht. Dies bestätigt unser Gefühl. Es ist die Zeit der Unterstützung und durch unser Geschäftsmodell-Redesign bzw. die Erweiterung können wir das leisten.

O = Organisation

Neben dem Redesign, was sich eher auf Abläufe ausrichtet, ist es auch der Aufbau des gesamten Tages, der sich verändert. Das bezeichnen wir in diesem Zusammenhang als Organisation. Der Tag beginnt anders, er ist geprägt von anderen Einflüssen und Abhängigkeiten. Die Familie ist zu Hause. Du bist im Home Office. Die Kinder wollen spielen. Der Chef möchte ein Meeting abhalten. Es wird Zeit für dich der Organisation-Meister zu werden. Gute Organisation und transparente Planung des Tages ist dabei das A und O. Räume bewusst Zeit ein für alle die Dinge, bei denen du weißt, dass sie Einfluss haben werden. Versuche sie so gut es geht zu strukturieren, damit du trotz dieser Einflüsse Fokuszeit und Zeit für dich finden kannst.

N = Netzwerk

Ein wichtiges Grundbedürfnis der Menschen ist Verbundenheit. Gerade in Zeiten von Home Office, verteilter Arbeit und Quarantäne ist dies oft schwer zu realisieren. In den Medien finden wir Aufrufe wie “Abstand halten” oder “#socialdistance”. Wir persönlich sind dabei sehr klar. Es geht um physische Distanz, keinesfalls um soziale. Der Abstand ist nur räumlich zu sehen, nicht aber zwischenmenschlich. Digitale Technologien ermöglichen dies glücklicherweise. Aus eigener Erfahrung ist es wichtig weiter mit seinem Netzwerk zu interagieren. Mit der Familie und dem Freundeskreis, aber auch beruflich. Die Interaktion mit Menschen gibt uns Energie. Insbesondere extravertierte Menschen ziehen viel Energie aus Interaktionen und Gruppen. Dies lässt sich auch in Quarantäne umsetzen. Anders als gewohnt, aber die Möglichkeiten sind da. Auch das Kontakte knüpfen ist weiterhin möglich. Neue Leute Online kennen lernen ist schließlich schon fast ein Lösung der 90er Jahre.

A = Autonomy

Letztlich ist es ein weiteres menschliches Grundbedürfnis, dass wir im Mittelpunkt des Geschehens sehen. Das Streben nach Autonomie. Gerade in Krisenzeiten fühlen wir uns jedoch abhängiger als sonst. Die von uns vernommene Außenwelt schränkt uns weiter ein als gewohnt. Der Circle of Concerns, wie Stephen Corvey ihn bezeichnet, kann dabei sehr groß werden, da schlagartig etliche einschränkende Aspekte auf uns einprasseln. In diesem Zusammenhang wirkt das gleiche Prinzip wie oben bei “Creativity” beschrieben. Konzentriere dich auf das was du beeinflussen kannst. Gerade in dieser Zeit des verteilten Arbeitens, kannst du neben den fixen Terminen in der Regel deine Arbeitszeit frei gestalten. Nutze diese Chance. Lebe deine Freiheit und Autonomie in diesem Rahmen aus. Mache dabei vielleicht auch einmal Unkonventionelles oder Ungewohntes. Stehe später auf als sonst. Esse spät zu Frühstück und überspringe das Mittagessen. Nutze spontan die Sonne und arbeite abends weiter, wenn es dein Familienleben zulässt. All diese neuen Anreize können deine aktuell doch eher eingeschränkte Autonomie beflügeln und dir trotzdem die Entscheidungsgewalt über deine Leben – zumindest ein Stück – zurückgeben.

Egal wie wir die aktuelle Situation auch sehen. Wie von uns beschrieben oder komplett anders. Wichtig ist, dass wir uns und unsere Mitmenschen schützen. Bewusst handeln, uns helfen und unterstützen, dabei aber nicht die Gesundheit riskieren. Wir wissen, dass alles wieder gut werden wird. Auch für dich. Auch für die Menschen, die du liebst.

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